Geschichte und Betrieb:Betrieb

Aus Feldbahn.Vorbild.Modellbau

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Geschichte und Betrieb / History & Operation


Betriebsbedingungen / Operating Conditions

Allgemeines

Trotz der unterschiedlichsten Einsatzgebiete der Feldbahnen, gibt es eine entscheidende Gemeinsamkeit: Feldbahnen sind keine Bahnen des öffentlichen Verkehrs. Vielmehr sind Feldbahnen innerbetriebliche Transportmittel, die, zumeist auf kurzen Strecken, den Massentransport, z.B. von Schüttgütern oder landwirtschaftlichen Erzeugnissen, erleichtern, oder, wie beim Beispiel der Torfbahn, überhaupt erst ermöglichen. Aus diesem Grund unterliegen Feldbahnen zwar verschiedenen Unfallverhütungsvorschriften, nicht jedoch der Eisenbahnbau- und Betriebsordnung (EBO). Ausnahmen sind hier nur die wenigen, aus Feldbahnen hervorgegangenen, in 600mm Spurweite gebauten Bahnen, wie die Waldeisenbahn Muskau, die später dem öffentlichen (Güter-) Verkehr dienten, und daher als Kleinbahnen der EBO unterliegen.
Dennoch finden sich allgemein gültige Abläufe beim Feldbahnbetrieb. Beim gleichzeitigen Einsatz mehrerer Züge wird entweder auf Sicht, oder nach telefonischer Absprache gefahren. Signale oder Telegraphie zur Verkehrssteuerung werden auf Feldbahnen nicht verwendet. Staats- oder Hauptbahngleise werden normalerweise nicht niveaugleich gekreuzt, in Ausnahmefällen kommen Schranken oder herausnehmbare Gleisbrücken zum Einsatz.

In General

Although light railways are found in very different use, they have one important thing in common: Light railways are no common carriers. Rather they are in-house carriers, which make, mostly over short distance, mass-transportation of bulk-loads or farm-products easier, or faciliate productions, as seen with peat-railways. Therefore various regulations for accident prevention apply to light railways, but no common carrier railroad rules. And as always exceptions exist, in those light railways that started on a small scale and after eventual expansion developed into narrow-gauge railroads with common (freight-) traffic, and therefore apply to common carrier railroad rules.
Nonetheless you can find some common aspects of light railway operation. If a light railway runs more than one train at a time, those trains are run at sight or dispached by telephone. No means of signaling or telegraphy are used to dispach trains on light railways. Mainline- and federal railroad trackage are usually not crossed on level, with the few exceptions making use of gates or movable trackframes.


Sondervorschrift für den Lokomotivdienst auf Feldbahnen
aus: Vorschriften der preußischen Eisenbahntruppen, 1914

Geschwindigkeit. Die durchschnittliche Fahrgeschwindigkeit der Feldbahnlokomotiven im Baubetrieb ist 10 km/h und für den regelmäßigen Betrieb 12 km/h. Auf Strecken mit sehr ungünstigen Betriebsbedingungen ist die Fahrgeschwindigkeit zu ermäßigen. Sind dagegen Personal und Material gut eingefahren, und liegt das Gleis fest, so kann die Betriebsleitung Fahrgeschwindigkeiten bis zu 15 km/h anordnen.
Bei Verschiebebewegungen und beim Drücken von Wagen darf eine Geschwindigkeit von 8 km/h wegen der damit verbundenen Entgleisungsgefahr nicht überschritten werden.
Werden C-Lokomotiven (Illinge) einzeln verwendet, so darf nur bei angehängter Last und auf gut liegendem Gleis mit 12 km/h Geschwindigkeit gefahren werden; in allen anderen Fällen ist die Geschwindigkeit auf 8 km/h zu ermäßigen.

Wasserfassen. Der Wasservorrat auf der Lok reicht ohne Tender etwa zwei Stunden, und mit Tender etwa sechs bis zehn Stunden. Es ist daher jede Gelegenheit zum Wasserfassen zu berücksichtigen (Seen, Bäche), auf den Unterwegshalten sind Wasserstationen im Abstand von etwa 45 km vorzusehen.

Special Rules for Locomotive-Operations on Light Railways
From: Rules & Regulations of the Prussian Railway-Troops, 1914

Speed. The average speed of light railway engines must not exceed 10 km/h (6.25 mph) on construction-duty and 12 km/h (7.5 mph) on regular duty . Under unfavorable conditions the speed is to lower appropriately. If men are trained, engines are in good condition, and trackage is well maintained, maximum speed may be increased to 15 km/h (9.4 mph) on special order.
While switching or humping cars speed must not exceed 8 km/h (.5 mph) due to danger of derailment.
If 0-6-0-engines (Illinge) are used single-headed it requires well maintained tracks and an appropriate load to allow for a speed of 12 km/h (7.5 mph), else speed must not exceed 8 km/h (.5 mph).

Taking Water. The water-supply carried with an engine allows for about 2 hours of service and with added tender for 6 to 10 hours of service. So it is advisable to use every opportunity to take water while on a run (from ponds or streams), or at a station. The maximum distance between any two water-towers must not exceed 45 km (28 miles).


Der Transporteur
aus: Orenstein & Koppel Katalog

Die Ausführung vieler Feldbahnprojekte scheitert daran, daß seitens der Staatsbahn der Einbau einer Kreuzung nicht gestattet wird. Die Lösung für diese Frage ist der Transporteur.
An der Endstation der Feldbahn, kurz vor dem Bahnhof, wird eine Kopframpe aus Mauerwerk oder Holzbalken hergerichtet, vor welche ein Transporteur geschoben wird, auf dem Spurschienen in gleicher Höhe mit dem auf der Rampe verlegten Feldbahngleis befestigt sind. Hierdurch können mit Leichtigkeit die beladenen Feldbahnwagen auf den Lastwagen geschoben werden.
Zur Vermeidung des Aufkippens des Transporteurs während des Auffahrens der Feldbahnwagen legen sich die Spurschienen desselben einige Zentimenter auf den Rampenkopf auf. Die Feldbahnwagen werden mittels Hemmschuhe auf dem Transporteur befestigt und auf letzterem über die Staatsbahngleise befördert.

In Fällen, in denen die Feldbahn durch die Gleise der Staatsbahn unterbrochen ist und jenseits der Gleise weiter fortgeführt wird, wird eine zweite Rampe angelegt, welche dazu dient, die Feldbahnwagen von dem Transporteur wieder auf die Feldbahngleise zu befördern.
Durch den Transporteur wird auch das Umladen in die Waggons sehr erleichtert und verbilligt, da die Feldbahnwagen erhöht, also wie auf einer Rampe stehen.

The Piggy-Back Wagon
From: Orenstein & Koppel Catalog

Construction of many light railway projects failed due to the federal railroad not giving permission to build a level crossing over their trackage. The solution to this problem is presented by "The Transporteur", a piggy-back wagon.
At the terminus of the light railway, in immediate vicinity of the train-station, a head-ramp of masonry or lumber has to be constructed, in front of which the Transporteur will be pushed that way, that its rails will be level and aligned with the light railway's trackage on top of the ramp. Now the light railway cars can easily be pushed onto the wagon.
The rails of the Transporteur when correctly positioned will rest on top of the ramp for a few inches and therefore avoid tipping of the Transporteur. The light railway cars are secured to the Transporteur by means of a brake-shoe and carried on the latter over the federal railroad's tracks.
In situations where the light railway is interrupted by the federal railroad, and continues on the other side, a second ramp is constructed to unload the light railway cars from the Transporteur to their trackage.
The Transporteur also makes the transfer easier and reduces cost, for the light railway cars are already elevated as if standing on a ramp.

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© 1997/2009, Ralf Schreiner
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